Statement

„Soforthilfe für Betroffene“, „Bezahlbarer Wohnraum für Jedermann in der Stadt“, „Wert (er)halten“ Das sind die Worte von unserem Oberbürgermeister im Zuge der Demonstration. Sie klingen schön, beruhigen die Gemüter, schaffen Vertrauen und lassen alle aufatmen. Es wird so viel getan in dieser Stadt. Prima! Dann können ja alle zur Tagesordnung übergehen. Wir, das Autonome Frauenzentrum Potsdam e.V., haben den Aufruf des Bündnisses zur Demo Mietenstopp unterstützt, weil wir für eine Stadt der sozialen Vielfalt sind. Weil Frauen, egal ob Studentinnen, Mütter, Rentnerinnen, Arbeiterinnen, Asylbewerberinnen, Frauen in Notsituationen, Frauen mit oder ohne eigenes Einkommen und einige andere, keinen bezahlbaren Wohnraum in Potsdam finden. Viele Menschen folgten dem Aufruf und traten gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum ein. Eine bunte, kreative und sehr angenehme Atmosphäre fanden wir vor. Eine Demonstration unter Gleichen. Wir, haben jedoch nicht dazu aufgerufen, uns Seifenblasen und Baldrian zu verabreichen. Wenn Herr Jakobs in seiner Kolumne auf Potsdam.de von seinem Studentenleben als Untermieter berichtet, stellt sich für uns die Frage, ob er als Rentner aus Kostengründen so auch wieder  wohnen wollen würde.

Wir sehen die Demonstration als Tür zum Thema bezahlbaren Wohnraum an und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass Frauen sich zukünftig ein Leben in Potsdam leisten können!

primaDonna
Frauen Kultur & Bildung

 

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